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MG30.4 category

Chronische sekundäre viszerale Schmerzen

Definition

Chronische viszerale Schmerzen sind anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen, die von inneren Organen der Kopf-/Halsregion sowie des Brust-, Bauch- und Beckenraums ausgehen. Die viszerale Ätiologie des Schmerzes sollte mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffend sein; ist sie unklar, sollten Kodes aus dem Abschnitt für chronische Primärschmerzen verwendet werden. Der Schmerz wird in den somatischen Geweben der Körperwand (Haut, Unterhaut, Muskeln) in Bereichen wahrgenommen, die die gleiche sensorische Innervation erhalten wie das innere Organ, von dem das Symptom ausgeht (referred visceral pain). In diesen Bereichen kommt es häufig zu einer sekundären Hyperalgesie (erhöhte Empfindlichkeit gegenüber schmerzhaften Reizen in anderen Bereichen als dem primären Ort des nozizeptiven Inputs). Die Intensität des Symptoms steht möglicherweise in keinem Zusammenhang mit dem Ausmaß der inneren Schädigung bzw. der schädigenden viszeralen Stimulation. Diagnostische Kriterien: Die Bedingungen A bis D sind erfüllt: A. Es besteht ein chronischer Schmerz (länger als 3 Monate anhaltend oder wiederkehrend), der durch die beiden folgenden Punkte gekennzeichnet ist: A.1 Die eindeutige anatomische Lokalisation ist mit typischen Schmerzausstrahlungen (sog. "referred pain") vereinbar, die von bestimmten inneren Organen ausgehen. A.2 Die Anamnese deutet auf eine relevante Funktionsstörung/Krankheit eines oder mehrerer innerer Organe hin. B. Mindestens ein Bestätigungstest weist eine anatomische Lokalisation nach, die mit einer spezifischen Schmerzausstrahlung (sog. "referred pain") vereinbar ist. C. Mindestens ein Bestätigungstest weist die entsprechende Funktionsstörung/Erkrankung nach. D. Der Schmerz kann nicht besser durch eine andere Diagnose chronischer Schmerzen erklärt werden.

Exclusions

5 subordinate codes

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