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6D50-6D5Z block

Artifizielle Störungen

Definition

Artifizielle Störungen sind gekennzeichnet durch das Vortäuschen, Verfälschen, oder das bewusste Herbeiführen oder Verschlimmern körperlicher, psychischer oder verhaltensbezogener Beschwerden, Symptome, Befunde oder Verletzungen bei sich selbst oder einer anderen Person, meist einem abhängigen Kind, verbunden mit einer erkennbaren Täuschungsabsicht. Bei einer vorbestehenden Störung oder Erkrankung werden Symptome oder Befunde absichtlich verschlimmert, verfälscht oder zusätzliche Symptome oder Befunde erzeugt. Personen mit artifiziellen Störungen streben aufgrund von vorgetäuschten, verfälschten oder selbst herbeigeführten Beschwerden, Symptomen, Befunden oder Verletzungen eine Behandlung an oder stellen sich selbst oder eine andere Person auf andere Weise als krank, verletzt oder beeinträchtigt dar. Die Täuschung ist nicht ausschließlich durch offensichtliche äußere Belohnungen oder Anreize motiviert (z. B. nicht nur, um Rentenzahlungen zu erhalten oder einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen). Dies unterscheidet artifizielle Störungen von Aggravation und Simulation, bei denen die Täuschung durch eindeutige externe Belohnungen oder Anreize motiviert ist.

Exclusions

3 subordinate codes

Nearby in Psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentale Entwicklungsstörungen