Katatonie
Definition
Bei der Katatonie handelt es sich um ein Syndrom primär psychomotorischer Störungen, das durch das gleichzeitige Auftreten mehrerer Symptome einer verminderten, gesteigerten oder abnormen psychomotorischen Aktivität gekennzeichnet ist. Die Diagnose der Katatonie ist komplex und erfordert die Beobachtung, Anamnese und körperliche Untersuchung. Katatonie kann im Zusammenhang mit einer anderen psychischen Störung auftreten, wie z. B. Schizophrenie oder anderen primären psychotischen Störungen, affektiven Störungen und neuromentalen Entwicklungsstörungen, insbesondere Autismus-Spektrum-Störungen. Katatonie kann sich auch während oder kurz nach der Intoxikation oder dem Entzug bestimmter psychoaktiver Substanzen entwickeln, darunter Phencyclidin (PCP), Cannabis, Halluzinogene wie Meskalin oder LSD, Kokain und MDMA oder verwandte Drogen, oder während der Einnahme bestimmter psychoaktiver und nicht-psychoaktiver Medikamente (z. B. Antipsychotika, Benzodiazepine, Steroide, Disulfiram, Ciprofloxacin). Schließlich kann Katatonie auch als direkte pathophysiologische Folge einer Erkrankung auftreten, die nicht unter psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentale Entwicklungsstörungen fällt. Beispiele für Erkrankungen, die mit Katatonie in Verbindung gebracht werden können, sind diabetische Ketoazidose, Hyperkalzämie, hepatische Enzephalopathie, Homocystinurie, Neoplasmen, Schädel-Hirn-Trauma, zerebrovaskuläre Erkrankungen und Enzephalitis.
Exclusions
3 subordinate codes
Nearby in Psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentale Entwicklungsstörungen
6A00-6A0ZNeuromentale Entwicklungsstörungen6A20-6A2ZSchizophrenie oder andere primäre psychotische Störungen6A60-6A8ZAffektive Störungen6B00-6B0ZAngst- oder furchtbezogene Störungen6B20-6B2ZZwangsstörung oder verwandte Störungen6B40-6B4ZSpezifisch belastungs-assoziierte Störungen6B60-6B6ZDissoziative Störungen6B80-6B8ZFütter- oder Essstörungen