Dissoziative Störungen
Definition
Dissoziative Störungen sind gekennzeichnet durch eine unwillkürliche Unterbrechung oder Diskontinuität der normalen Integration eines oder mehrerer der folgenden Bereiche: Identität, Empfindungen, Wahrnehmungen, Affekte, Gedanken, Erinnerungen, Kontrolle über Körperbewegungen oder Verhalten. Die Unterbrechung oder Diskontinuität kann vollständig sein, ist aber häufiger partiell und kann von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde variieren. Die Symptome dissoziativer Störungen sind nicht auf die direkten Auswirkungen einer Substanz oder eines Medikaments, einschließlich Entzugserscheinungen, zurückzuführen, lassen sich nicht besser durch eine andere psychische Störung, eine Verhaltensstörung oder eine neuromentale Entwicklungsstörung, eine Schlaf-Wach-Störung, eine Erkrankung des Nervensystems oder einen anderen Gesundheitszustand erklären und sind nicht Teil einer anerkannten kulturellen, religiösen oder spirituellen Praxis. Die dissoziativen Symptome bei dissoziativen Störungen sind so schwerwiegend, dass sie zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führen.
9 subordinate codes
6B60Dissoziative Störung mit neurologischen Symptomen6B61Dissoziative Amnesie6B62Trance-Störung6B63Besessenheits-Trance-Störung6B64Dissoziative Identitätsstörung6B65Partielle dissoziative Identitätsstörung6B66Depersonalisations-Derealisationsstörung7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet
Nearby in Psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentale Entwicklungsstörungen
6A00-6A0ZNeuromentale Entwicklungsstörungen6A20-6A2ZSchizophrenie oder andere primäre psychotische Störungen6A40-6A4ZKatatonie6A60-6A8ZAffektive Störungen6B00-6B0ZAngst- oder furchtbezogene Störungen6B20-6B2ZZwangsstörung oder verwandte Störungen6B40-6B4ZSpezifisch belastungs-assoziierte Störungen6B80-6B8ZFütter- oder Essstörungen