Neurokognitive Störungen
Definition
Neurokognitive Störungen sind durch primär klinische Defizite in der kognitiven Funktion gekennzeichnet, die eher erworben und nicht als Entwicklungsstörungen anzusehen sind. Das heißt, neurokognitive Störungen umfassen keine Störungen, die durch kognitive Funktionsdefizite gekennzeichnet sind die von Geburt an vorhanden sind oder typischerweise während des Entwicklungszeitraums auftreten, die in die Gruppe der neuromentalen Entwicklungsstörungen eingeordnet werden. Vielmehr handelt es sich bei neurokognitiven Störungen um eine Verschlechterung eines zuvor erreichten Funktionsniveaus. Obwohl kognitive Defizite bei vielen psychischen Störungen auftreten (z. B. Schizophrenie, bipolare Störungen), werden nur solche Störungen in die Gruppe der neurokognitiven Störungen aufgenommen, deren Hauptmerkmale kognitiv sind. In Fällen, bei denen die zugrunde liegende Pathologie und Ätiologie neurokognitiver Störungen bestimmt werden kann, sollte die identifizierte Ätiologie separat klassifiziert werden.
Exclusions
6 subordinate codes
Nearby in Psychische Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentale Entwicklungsstörungen
6A00-6A0ZNeuromentale Entwicklungsstörungen6A20-6A2ZSchizophrenie oder andere primäre psychotische Störungen6A40-6A4ZKatatonie6A60-6A8ZAffektive Störungen6B00-6B0ZAngst- oder furchtbezogene Störungen6B20-6B2ZZwangsstörung oder verwandte Störungen6B40-6B4ZSpezifisch belastungs-assoziierte Störungen6B60-6B6ZDissoziative Störungen