Angeborene Störungen der Glykosylierung oder sonstiger näher bezeichneter Proteinmodifikationen
Definition
Kohlenhydratdefizit-Glykoprotein-Syndrome (CDG) sind eine Gruppe von Glykoprotein-Synthesestörungen, die durch neurologische Manifestationen gekennzeichnet sind und mit einer multiviszeralen Beteiligung einhergehen können. Die Häufigkeit wird auf 1/50.000 bis 1/100.000 geschätzt. Die CDG-Syndrome sind mit verschiedenen Enzymdefiziten verbunden, von denen das häufigste, CDG Ia, auf ein Defizit der Phosphomannomutase zurückzuführen ist und 70 % der CDG-Fälle ausmacht. Die psychomotorische Retardierung ist das konstanteste Zeichen. Zu den anderen, variableren Anzeichen gehören lipokutane Anomalien (Peau d'Orange), olivopontozerebelläre Atrophie, Skelettanomalien, invertierte Brustwarzen, Gerinnungsstörungen sowie Leberzytolyse und -fibrose. Die biologische Diagnose basiert auf dem Nachweis einer abnormen Glykosylierung von Serumglykoproteinen, der Messung der Enzymaktivitäten von Leukozyten und der Suche nach Mutationen in den entsprechenden Genen. Eine pränatale Diagnose des CDG-Syndroms ist möglich, sobald die Diagnose in einem Indexfall bestätigt wurde.
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Nearby in Angeborene Stoffwechselstörungen
5C50Angeborene Störungen des Stoffwechsels der Aminosäuren oder sonstiger organischer Säuren5C51Angeborene Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels5C52Angeborene Störungen des Lipidstoffwechsels5C53Angeborene Störungen des Energiestoffwechsels5C55Angeborene Störungen des Purin-, Pyrimidin- oder Nukleotidstoffwechsels5C56Lysosomale Krankheiten5C57Peroxisomale Krankheiten5C58Angeborene Störungen des Porphyrin- oder Hämstoffwechsels