Sekundäres affektives Syndrom mit gemischten Symptomen
Definition
Ein Syndrom, das durch das Vorhandensein sowohl manischer als auch depressiver Symptome gekennzeichnet ist, die entweder gemeinsam oder abwechselnd von Tag zu Tag oder im Laufe eines Tages auftreten und als direkte pathophysiologische Folge eines Gesundheitszustands verstanden wird, der nicht unter die psychischen und Verhaltensstörungen fällt, und auf der Grundlage einer biographischen Anamnese, einer körperlicher Untersuchung oder Laborbefunden gestellt wird. Manische Symptome können erhöhte, euphorische, reizbare oder expansive Stimmungszustände, schnelle Wechsel zwischen verschiedenen affektiven Zuständen (d. h. Stimmungslabilität) oder erhöhte Energie oder Aktivität umfassen. Zu den depressiven Symptomen gehören eine anhaltend gedrückte Stimmung, der Verlust des Interesses an Aktivitäten, die zuvor als angenehm erlebt wurden, oder Anzeichen wie ein weinerliches oder niedergeschlagenes Aussehen. Die Symptome sind nicht auf ein Delir oder eine andere psychische Störung oder Verhaltensstörung zurückzuführen und sind keine psychologisch vermittelte Reaktion auf eine schwere Erkrankung (z. B. depressive Symptome als Reaktion auf eine lebensbedrohliche Diagnose). Diese Kategorie sollte zusätzlich zur Diagnose der mutmaßlich zugrundeliegenden Störung oder Erkrankung verwendet werden, wenn die Stimmungssymptome so schwerwiegend sind, dass sie besondere klinische Aufmerksamkeit erfordern.
Exclusions
- Anpassungsstörung
(6B43) - Delir
(6D70)