Sekundäres neuromentales Entwicklungssyndrom
Definition
Ein neuromentales Entwicklungssyndrom mit Merkmalen, die nicht die diagnostischen Anforderungen einer der spezifischen neuromentalen Entwicklungsstörungen erfüllen, und das als direkte pathophysiologische Folge eines Gesundheitszustands verstanden wird, der nicht unter die psychischen und Verhaltensstörungen fällt (z. B. autismusähnliche Merkmale beim Rett-Syndrom, Aggression und Selbstverstümmelung beim Lesch-Nyhan-Syndrom, Anomalien in der Sprachentwicklung beim Williams-Syndrom), und auf der Grundlage einer biographischen Anamnese, einer körperlichen Untersuchung oder Laborbefunden gestellt wird. Diese Kategorie sollte zusätzlich zu der Diagnose für die mutmaßlich zugrunde liegende Störung oder Krankheit verwendet werden, wenn die neuromentalen Entwicklungsprobleme so schwerwiegend sind, dass sie mit einer besonderen klinischen Aufmerksamkeit einhergehen.
Exclusions
- Autismus-Spektrum-Störung
(6A02) - Stereotype Bewegungsstörung
(6A06) - Störungen der Intelligenzentwicklung
(6A00)
3 subordinate codes
Nearby in Sekundäre psychische oder Verhaltenssyndrome bei anderenorts klassifizierten Störungen oder Erkrankungen
6E61Sekundäres psychotisches Syndrom6E62Sekundäres affektives Syndrom6E63Sekundäres Angstsyndrom6E64Sekundäres Zwangssyndrom oder verwandte Syndrome6E65Sekundäres dissoziatives Syndrom6E66Sekundäres Impulskontrollsyndrom6E67Sekundäres neurokognititves Syndrom6E68Sekundäre Persönlichkeitsänderung