Sekundäres Impulskontrollsyndrom
Definition
Ein Syndrom, das durch das Vorhandensein ausgeprägter Symptome gekennzeichnet ist, die für Impulskontrollstörungen oder Störungen aufgrund von Suchtverhalten (z. B. Diebstahl, Brandstiftung, aggressive Ausbrüche, zwanghaftes Sexualverhalten, exzessives Glücksspiel) charakteristisch sind und die auf der Grundlage einer Anamnese, einer körperlichen Untersuchung oder Laborbefunden als unmittelbare pathophysiologische Folge eines nicht unter die psychischen und Verhaltensstörungen fallenden Gesundheitszustands verstanden werden. Die Symptome sind nicht auf ein Delir oder eine andere psychische Störung oder Verhaltensstörung zurückzuführen und sind keine psychologisch vermittelte Reaktion auf eine schwere Erkrankung (z. B. als Teil einer Anpassungsstörung als Reaktion auf eine lebensbedrohliche Diagnose). Diese Kategorie sollte zusätzlich zur Diagnose der mutmaßlich zugrundeliegenden Störung oder Erkrankung verwendet werden, wenn die Symptome der Impulskontrolle so schwerwiegend sind, dass sie mit einer besonderen klinischen Aufmerksamkeit einhergehen.
Exclusions
- Delir
(6D70)
Also indexed as
Nearby in Sekundäre psychische oder Verhaltenssyndrome bei anderenorts klassifizierten Störungen oder Erkrankungen
6E60Sekundäres neuromentales Entwicklungssyndrom6E61Sekundäres psychotisches Syndrom6E62Sekundäres affektives Syndrom6E63Sekundäres Angstsyndrom6E64Sekundäres Zwangssyndrom oder verwandte Syndrome6E65Sekundäres dissoziatives Syndrom6E67Sekundäres neurokognititves Syndrom6E68Sekundäre Persönlichkeitsänderung