Sekundäres dissoziatives Syndrom
Definition
Ein Syndrom, das durch das Vorhandensein ausgeprägter dissoziativer Symptome (z. B. Depersonalisation, Derealisation) gekennzeichnet ist, welche auf der Grundlage einer biographischen Anamnese, einer körperlichen Untersuchung oder Laborbefunden als unmittelbare pathophysiologische Folge eines Gesundheitszustands verstanden wird, der nicht unter psychische und Verhaltensstörungen fällt. Die Symptome sind nicht auf ein Delir oder eine andere psychische Störung oder Verhaltensstörung zurückzuführen und sind keine psychologisch vermittelte Reaktion auf eine schwere Erkrankung (z. B. als Teil einer akuten Stressreaktion als Reaktion auf eine lebensbedrohliche Diagnose). Diese Kategorie sollte zusätzlich zur Diagnose der mutmaßlich zugrundeliegenden Störung oder Erkrankung verwendet werden, wenn die dissoziativen Symptome so schwerwiegend sind, dass sie mit einer besonderen klinischen Aufmerksamkeit einhergehen.
Exclusions
- Akute Belastungsreaktion
(QE84) - Delir
(6D70)
Also indexed as
Nearby in Sekundäre psychische oder Verhaltenssyndrome bei anderenorts klassifizierten Störungen oder Erkrankungen
6E60Sekundäres neuromentales Entwicklungssyndrom6E61Sekundäres psychotisches Syndrom6E62Sekundäres affektives Syndrom6E63Sekundäres Angstsyndrom6E64Sekundäres Zwangssyndrom oder verwandte Syndrome6E66Sekundäres Impulskontrollsyndrom6E67Sekundäres neurokognititves Syndrom6E68Sekundäre Persönlichkeitsänderung