Sekundäre Persönlichkeitsänderung
Definition
Ein Syndrom, das durch eine anhaltende Persönlichkeitsstörung gekennzeichnet ist, die eine Abweichung von dem früheren charakteristischen Persönlichkeitsmuster der Person darstellt und als direkte pathophysiologische Folge eines Gesundheitszustands verstanden wird, der nicht unter die psychischen und Verhaltensstörungen fällt, und auf der Grundlage einer biographischen Anamnese, einer körperlichen Untersuchung oder Laborbefunden gestellt wird. Die Symptome sind nicht auf ein Delir oder eine andere psychische Störung oder Verhaltensstörung zurückzuführen und sind keine psychologisch vermittelte Reaktion auf eine schwere Erkrankung (z. B. sozialer Rückzug, Vermeidung oder Abhängigkeit als Reaktion auf eine lebensbedrohliche Diagnose). Diese Kategorie sollte zusätzlich zur Diagnose für die mutmaßlich zugrunde liegende Störung oder Krankheit verwendet werden, wenn die Persönlichkeitssymptome so schwerwiegend sind, dass sie mit einer besonderen klinischen Aufmerksamkeit einhergehen.
Exclusions
- Delir
(6D70) - Persönlichkeitsproblematik
(QE50.7) - Persönlichkeitsstörung
(6D10)
Also indexed as
Nearby in Sekundäre psychische oder Verhaltenssyndrome bei anderenorts klassifizierten Störungen oder Erkrankungen
6E60Sekundäres neuromentales Entwicklungssyndrom6E61Sekundäres psychotisches Syndrom6E62Sekundäres affektives Syndrom6E63Sekundäres Angstsyndrom6E64Sekundäres Zwangssyndrom oder verwandte Syndrome6E65Sekundäres dissoziatives Syndrom6E66Sekundäres Impulskontrollsyndrom6E67Sekundäres neurokognititves Syndrom