Demenz durch Normaldruckhydrozephalus
Definition
Demenz aufgrund eines Normaldruckhydrozephalus entsteht durch eine übermäßige Ansammlung von Liquor im Gehirn infolge idiopathischer, nichtobstruktiver Ursachen, kann aber auch eine Folge von Blutungen, Infektionen oder Entzündungen sein. Das Fortschreiten der Erkrankung erfolgt schrittweise, doch kann ein Eingriff (z. B. ein Shunt) zu einer Verbesserung der Symptome führen, insbesondere wenn er zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt. Zu den kognitiven Beeinträchtigungen gehören in der Regel eine verringerte Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie Defizite bei der exekutiven Funktion und der Aufmerksamkeit. Diese Symptome werden in der Regel auch von Gangstörungen und Harninkontinenz begleitet. Zur Bestätigung der Diagnose ist häufig eine Bildgebung des Gehirns erforderlich, um das Ventrikelvolumen zu bestimmen und die Hirnverschiebung zu charakterisieren.
Coding note
Diese Kategorie sollte niemals zuerst klassifiziert werden. Die Kodes sind als ergänzende oder zusätzliche Kodes vorgesehen, wenn eine Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten kodiert werden soll. Wenn die Demenz auf mehrere Ätiologien zurückzuführen ist, sind alle zutreffenden Kodes zu kodieren.
Also indexed as
Nearby in Demenz durch anderenorts klassifizierte Krankheiten
6D85.0Demenz durch Parkinson-Krankheit6D85.1Demenz durch Huntington-Krankheit6D85.2Demenz durch Exposition von Schwermetallen oder anderen Toxinen6D85.3Demenz durch humanes Immundefizienz-Virus [HIV]6D85.4Demenz durch Multiple Sklerose6D85.5Demenz durch Prionenerkrankung6D85.7Demenz durch Kopfverletzung6D85.8Demenz durch Pellagra