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6B22 category

Olfaktorische Referenzstörung

Definition

Die olfaktorische Referenzstörung ist gekennzeichnet durch die anhaltende Beschäftigung mit der Überzeugung, dass man einen als unangenehm oder anstößig empfundenen Körpergeruch oder Atem ausströmt, der für andere objektiv aber nicht oder nur wenig wahrnehmbar ist. Die Betroffenen haben eine übermäßige Selbstwahrnehmung in Bezug auf den wahrgenommenen Geruch, oft verbunden mit Beziehungsideen (d. h. der Überzeugung, dass andere den Geruch wahrnehmen, beurteilen oder darüber sprechen). Als Reaktion auf ihre übertriebene Beschäftigung zeigen die Betroffenen sich wiederholende und exzessive Verhaltensweisen, wie z. B. wiederholtes Überprüfen des Körpergeruchs oder der wahrgenommenen Geruchsquelle oder wiederholtes Suchen nach Rückversicherung, exzessive Versuche, den wahrgenommenen Geruch zu übertünchen, zu verändern oder zu vermeiden, oder ausgeprägtes Vermeiden sozialer Situationen oder von Auslösern, die die Sorge über den wahrgenommenen üblen oder anstößigen Geruch erhöhen. Die Symptome sind so schwerwiegend, dass sie zu bedeutsamem Leidensdruck oder signifikanten Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führen.

3 subordinate codes

Nearby in Zwangsstörung oder verwandte Störungen