Zwangsstörung
Definition
Die Zwangsstörung ist durch das Vorhandensein von anhaltenden Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen oder in den meisten Fällen durch beides gekennzeichnet. Zwangsgedanken sind sich wiederholende und anhaltende Gedanken, Bilder oder Impulse, die sich aufdrängen und unerwünscht sind und in der Regel mit Ängsten einhergehen. Der Betroffene versucht, die Zwangsgedanken zu ignorieren oder zu unterdrücken oder sie durch die Ausübung von Zwangshandlungen zu neutralisieren. Zwangshandlungen sind sich wiederholende Verhaltensweisen, einschließlich sich wiederholender geistiger Handlungen, zu denen sich der Betroffene als Reaktion auf Zwangsgedanken nach starren Regeln oder zur Erlangung eines Gefühls der "Vollständigkeit" gezwungen fühlt. Damit eine Zwangsstörung diagnostiziert werden kann, müssen die Zwangsgedanken und Zwänge zeitaufwendig sein (z. B. mehr als eine Stunde pro Tag in Anspruch nehmen) oder zu bedeutsamem Leidensdruck oder zu signifikanten Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führen.
Inclusions
- Anankastische Neurose
- Zwangsneurose
Exclusions
- Zwanghaftes Verhalten
(MB23.4)
3 subordinate codes
Nearby in Zwangsstörung oder verwandte Störungen
6B21Körperdysmorphe Störung6B22Olfaktorische Referenzstörung6B23Krankheitsangststörung6B24Pathologisches Horten6B25Körperbezogene repetitive Verhaltensstörungen- Substanz-bedingte Zwangs- oder verwandte Störungen
7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet