Lernentwicklungsstörung
Definition
Eine Lernentwicklungsstörung ist durch bedeutsame und anhaltende Schwierigkeiten beim Erlernen akademischer Fertigkeiten gekennzeichnet, zu denen Lesen, Schreiben oder Rechnen gehören können. Die Leistung der betroffenen Person in der/den betroffenen akademischen Fertigkeit(en) liegt deutlich unter dem, was für das chronologische Alter und das allgemeine intellektuelle Funktionsniveau zu erwarten wäre, und führt zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung der akademischen oder beruflichen Leistungsfähigkeit der Person. Lernentwicklungsstörung treten erstmals auf, wenn akademische Fähigkeiten in den ersten Schuljahren vermittelt werden. Eine Lernentwicklungsstörung ist nicht auf eine Störung der intellektuellen Entwicklung, eine sensorische Beeinträchtigung (Seh- oder Hörvermögen), eine neurologische oder motorische Störung, fehlende Bildungsmöglichkeiten, mangelnde Beherrschung der Unterrichtssprache oder psychosoziale Widrigkeiten zurückzuführen.
Exclusions
- Werkzeugstörungen
(MB4B)
5 subordinate codes
6A03.0Lernentwicklungsstörung mit Lesebeeinträchtigung6A03.1Lernentwicklungsstörung mit Beeinträchtigung im schriftlichen Ausdruck6A03.2Lernentwicklungsstörung mit Beeinträchtigung in Mathematik6A03.3Lernentwicklungsstörung mit anderer spezifizierter Beeinträchtigung des Lernens7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet
Nearby in Neuromentale Entwicklungsstörungen
6A00Störungen der Intelligenzentwicklung6A01Störungen der Sprech- oder Sprachentwicklung6A02Autismus-Spektrum-Störung6A04Entwicklungsstörung der motorischen Koordination6A05Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung6A06Stereotype Bewegungsstörung7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet