Eine Lernentwicklungsstörung mit Lesebeeinträchtigung ist gekennzeichnet durch bedeutsame und anhaltende Schwierigkeiten beim Erlernen akademischer Fähigkeiten im Zusammenhang mit dem Lesen, wie z. B. Genauigkeit beim Lesen von Wörtern, Leseflüssigkeit und Leseverständnis. Die Leseleistung der Person liegt deutlich unter dem, was für das chronologische Alter und das intellektuelle Funktionsniveau zu erwarten wäre, und führt zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung der akademischen oder beruflichen Leistungsfähigkeit der Person. Die Lernentwicklungsstörung mit Beeinträchtigung des Lesens ist nicht auf eine Störung der intellektuellen Entwicklung, eine sensorische Beeinträchtigung (Seh- oder Hörvermögen), eine neurologische Störung, mangelnde Verfügbarkeit von Bildung, mangelnde Beherrschung der Unterrichtssprache oder psychosoziale Widrigkeiten zurückzuführen.