Mittelgradige Störung der Intelligenzentwicklung
Definition
Eine mittelgradige Störung der Intelligenzentwicklung ist ein Zustand, der während der Entwicklungsperiode entsteht und durch deutlich unterdurchschnittliche intellektuelle Leistungen und adaptive Verhaltensweisen gekennzeichnet ist, die etwa drei bis vier Standardabweichungen unter dem Mittelwert liegen (etwa 0,003 bis 0,1 Perzentil), basierend auf angemessen normierten, individuell durchgeführten standardisierten Tests oder auf vergleichbaren Verhaltensindikatoren, wenn standardisierte Tests nicht verfügbar sind. Die Sprache und die Fähigkeit zum Erwerb akademischer Fähigkeiten von Personen mit einer mittelgradigen Störung der intellektuellen Entwicklung sind unterschiedlich, beschränken sich jedoch im Allgemeinen auf Grundfertigkeiten. Einige beherrschen grundlegende Selbstversorgungs-, Haushalts- und praktische Tätigkeiten. Die meisten Betroffenen benötigen erhebliche und konsequente Unterstützung, um als Erwachsene ein unabhängiges Leben und eine Beschäftigung zu erreichen.