Vitamin-D-Mangel
Definition
Säuglinge stellen eine Risikogruppe für einen Vitamin-D-Mangel dar, da ihr Vitamin-D-Bedarf aufgrund ihres schnellen Skelettwachstums relativ hoch ist. Gestillte Säuglinge sind aufgrund der geringen Vitamin-D-Konzentration in der Muttermilch besonders gefährdet. Dieses Problem wird bei einigen Säuglingen, die mit Muttermilch ernährt werden, durch eine eingeschränkte Exposition gegenüber ultraviolettem (UV-)Licht aus saisonalen, latitudinalen, kulturellen oder sozialen Gründen noch verschärft. Bei Erwachsenen kann die Sonnenexposition aus kulturellen Gründen durch bestimmte Kleidungsstücke stark eingeschränkt werden, was die Auswirkungen einer geringen Vitamin-D-Zufuhr noch verschlimmert. Es gibt Hinweise darauf, dass die Einnahme von Vitamin-D-Ergänzungspräparaten eine wirksame Vorbeugung gegen Rachitis sein kann, insbesondere bei Säuglingen und Kindern, die aufgrund begrenzter Sonneneinstrahlung oder dunklerer Hautpigmentierung einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Ein Vitamin-D-Mangel bei Kindern wurde in einer Reihe von Fällen auch stark mit dem Risiko für akute Infektionen der unteren Atemwege in Verbindung gebracht. Eine Vitamin-D-Supplementierung scheint das Auftreten und die negativen Folgen dieser Erkrankungen zu verringern und die Gesamtmortalität zu senken. Übermäßige Adipositas oder Fettleibigkeit wurde ebenfalls mit niedrigeren 25OH-Vitamin-D-Konzentrationen im Serum (und höheren Parathormonwerten) in Verbindung gebracht.
4 subordinate codes
Nearby in Unterernährung
5B50Untergewicht bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B51Abmagerung bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B52Akute Mangelernährung bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B53Entwicklungshemmung bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B54Untergewicht bei Erwachsenen5B55Vitamin-A-Mangel5B56Vitamin-C-Mangel5B58Vitamin-E-Mangel