Unterernährung
Definition
Trotz erheblicher Verbesserungen in den letzten drei Jahrzehnten ist Unterernährung bei Kindern nach wie vor ein ernstes und anhaltendes Problem für die öffentliche Gesundheit. Weltweit war 2011 schätzungsweise jedes vierte Kind im Vorschulalter (26 %, 165 Millionen) unterentwickelt, jedes sechste (16 %, 101 Millionen) untergewichtig und jedes zwölfte (8 %, 52 Millionen) ausgezehrt. Die höchsten Raten der Unterernährung finden sich in Afrika und Asien. Unterernährung von Müttern und Kindern wird mit negativen funktionellen Folgen in Verbindung gebracht, darunter eine schwache Immunreaktion, schlechte kognitive und intellektuelle Fähigkeiten, Produktivitätsverluste und eine schlechte Reproduktionsleistung. Insgesamt ist Unterernährung (einschließlich fetaler Wachstumsbeschränkung, Verkümmerung, Auszehrung und Mangel an Vitamin A und Zink zusammen mit suboptimalem Stillen) die Ursache für 3,1 Millionen Todesfälle bei Kindern pro Jahr oder 45 % aller Todesfälle bei Kindern im Jahr 2011.
Inclusions
- Mangelernährung o.n.A.
Exclusions
- Anorexia nervosa
(6B80) - Hungerzustand
(NF07.0) - Intestinale Malabsorption
(DA96.0) - Slim disease
(7B2Y)
25 subordinate codes
5B50Untergewicht bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B51Abmagerung bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B52Akute Mangelernährung bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B53Entwicklungshemmung bei Säuglingen, Kindern oder Jugendlichen5B54Untergewicht bei Erwachsenen5B55Vitamin-A-Mangel5B56Vitamin-C-Mangel5B57Vitamin-D-Mangel5B58Vitamin-E-Mangel5B59Vitamin-K-Mangel5B5AVitamin-B1-Mangel5B5BVitamin-B2-Mangel5B5CVitamin-B3-Mangel5B5DVitamin-B6-Mangel5B5EFolsäuremangel5B5FVitamin-B12-Mangel5B5GBiotinmangel5B5HPantothensäuremangel5B5JCholinmangel5B5KMineralstoffmangel5B60-5B6ZFolgen von Mangelernährung oder bestimmten näher bezeichneten alimentären Mangelzuständen5B70Mangel an essenziellen Fettsäuren5B71Eiweißmangel7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet