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Vitamin-A-Mangel

Definition

Vitamin-A-Mangel (VAD) ist ein großes Problem der öffentlichen Gesundheit, von dem schätzungsweise 190 Millionen Kinder im Vorschulalter und 19 Millionen schwangere Frauen betroffen sind, vor allem in Afrika und Südostasien. Dies entspricht 33,3 % der Bevölkerung im Vorschulalter und 15,3 % der schwangeren Frauen in Risikogruppen. Vitamin-A-Mangel ist eine der wichtigsten Ursachen für vermeidbare Erblindung im Kindesalter; es wird jedoch inzwischen anerkannt, dass die Prävalenz der okulären Manifestationen das Ausmaß des Problems eines funktionell bedeutsamen Mangels weit unterschätzt. Viel mehr Kinder im Vorschulalter und vielleicht auch ältere Kinder und Frauen, die schwanger sind oder stillen, sind in ihrer Gesundheit gefährdet, wenn sie einen subklinischen Mangel haben. Bei Kleinkindern erhöht ein subklinischer Mangel ebenso wie ein klinischer Mangel den Schweregrad einiger Infektionen, insbesondere von Durchfall und Masern, und erhöht das Sterberisiko. Die Hauptursache für einen Vitamin-A-Mangel ist eine unzureichende Zufuhr von Vitamin A, die durch eine hohe Infektionsrate, insbesondere bei Durchfall und Masern, noch verstärkt werden kann. Eine Ernährung, die chronisch zu wenig Vitamin A enthält, kann zu einer Verringerung der Körperspeicher führen und den physiologischen Bedarf nicht decken (z. B. Unterstützung des Gewebewachstums, normaler Stoffwechsel, Infektionsresistenz), insbesondere in Lebensabschnitten mit hohem Nährstoffbedarf (z. B. frühe Kindheit, Schwangerschaft und Stillzeit). Ein Mangel von ausreichender Dauer oder Schwere kann zu Störungen führen, die in Bevölkerungsgruppen mit Vitamin-A-Mangel häufig auftreten, z. B. Xerophthalmie, die Hauptursache für vermeidbare Erblindung im Kindesalter, Anämie und eine geschwächte Widerstandskraft des Wirts gegen Infektionen, was den Schweregrad von Infektionskrankheiten und das Sterberisiko erhöhen kann.

Inclusions

  • Hypovitaminose A

8 subordinate codes

Nearby in Unterernährung