Depersonalisations-Derealisationsstörung
Definition
Die Depersonalisations-Derealisationsstörung ist gekennzeichnet durch anhaltende oder wiederkehrende Erfahrungen von Depersonalisation, Derealisation oder beidem. Depersonalisation ist dadurch gekennzeichnet, dass das Selbst als fremd oder unwirklich empfunden wird oder dass man sich von seinen Gedanken, Gefühlen, Empfindungen, seinem Körper oder seinen Handlungen losgelöst fühlt oder sich erlebt, als wäre man ein außenstehender Beobachter. Derealisation ist dadurch gekennzeichnet, dass man andere Personen, Objekte oder die Welt als fremd oder unwirklich (z. B. traumhaft, weit entfernt, nebelig, leblos, farblos oder visuell verzerrt) erlebt oder sich von seiner Umgebung losgelöst fühlt. Bei Depersonalisations-Derealisationserfahrungen bleibt die Realitätsprüfung intakt. Die Depersonalisations-Derealisationserfahrungen treten nicht ausschließlich im Rahmen einer anderen dissoziativen Störung auf und lassen sich nicht besser durch eine andere psychische, verhaltensbezogene oder neuromentale Entwicklungsstörung erklären. Die Depersonalisations-Derealisationserfahrungen sind nicht auf die direkten Auswirkungen einer Substanz oder eines Medikaments auf das zentrale Nervensystem oder auf Entzugserscheinungen des Nervensystems oder ein Schädel-Hirn-Trauma zurückzuführen. Die Symptome führen zu erheblichen Leid oder Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.
Also indexed as
Nearby in Dissoziative Störungen
6B60Dissoziative Störung mit neurologischen Symptomen6B61Dissoziative Amnesie6B62Trance-Störung6B63Besessenheits-Trance-Störung6B64Dissoziative Identitätsstörung6B65Partielle dissoziative Identitätsstörung7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet