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6C4E.73 category

Impulskontrollstörung durch sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanzen

Definition

Eine Impulskontrollstörung, die durch eine sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanz ausgelöst wird, ist gekennzeichnet durch anhaltend wiederholte Verhaltensweisen, bei denen es wiederholt nicht gelingt, einem Impuls, Antrieb oder Drang zu widerstehen, eine Handlung auszuführen, die zumindest kurzfristig für die Person lohnend ist, obwohl sie längerfristig entweder der Person selbst oder anderen schadet (z. B. Feuer legen oder Stehlen ohne erkennbares Motiv, repetitives Sexualverhalten, aggressive Ausbrüche), die während oder kurz nach einer Intoxikation mit einer näher bezeichneten psychoaktiven Substanz oder einem Entzug davon auftreten. Die Intensität oder Dauer der Symptome geht erheblich über die Störungen der Impulskontrolle hinaus, die für eine Intoxikation mit oder einen Entzug von der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz charakteristisch sind. Die Menge und Dauer des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz muss geeignet sein, Störungen der Impulskontrolle hervorzurufen. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine primäre psychische Störung erklären (z. B. eine Impulskontrollstörung, eine Störung aufgrund von Suchtverhalten), was der Fall sein könnte, wenn die Impulskontrollstörungen vor dem Beginn des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz auftraten, wenn die Symptome über einen erheblichen Zeitraum nach Beendigung des Gebrauchs oder des Entzugs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz fortbestehen oder wenn es andere Hinweise auf eine bereits bestehende primäre psychische Störung mit Impulskontrollsymptomen gibt (z. B. frühere Episoden, die nicht mit dem Gebrauch einer näher bezeichneten psychoaktiven Substanz in Verbindung stehen).

Also indexed as

Impulskontrollstörung durch sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanzen

Nearby in Bestimmte andere durch psychoaktive Substanzen bedingte psychische oder Verhaltensstörungen