Angststörung bedingt durch sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanzen
Definition
Die Angststörung bedingt durch sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanzen ist gekennzeichnet durch Angstsymptome (z. B. Befürchtungen oder Sorgen, Furcht, physiologische Symptome einer übermäßigen autonomen Erregung, Vermeidungsverhalten), die während oder kurz nach der Intoxikation mit einer näher bezeichneten psychoaktiven Substanz oder dem Entzug davon auftreten. Die Intensität oder Dauer der Symptome geht deutlich über die Angstsymptome hinaus, die für eine Intoxikation mit oder einen Entzug von einer näher bezeichneten psychoaktiven Substanz charakteristisch sind. Die Menge und Dauer des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz muss geeignet sein, Angstsymptome hervorzurufen. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine primäre psychische Störung erklären (z. B. eine Angst- und Panikstörung, eine depressive Störung mit ausgeprägten Angstsymptomen), wie dies der Fall sein könnte, wenn die Angstsymptome vor dem Beginn des Konsums der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz auftraten, wenn die Symptome über einen erheblichen Zeitraum nach Beendigung des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz oder des Entzugs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz fortbestehen oder wenn es andere Hinweise auf eine bereits bestehende primäre psychische Störung mit Angstsymptomen gibt (z. B. frühere Episoden, die nicht mit dem Gebrauch der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz zusammenhängen).