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6C4D category

Störungen durch Dissoziativa, einschließlich Ketamin oder PCP [Phencyclidin]

Definition

Störungen durch Dissoziativa, einschließlich Ketamin und Phencyclidin (PCP), sind durch das Muster und die Folgen des Gebrauchs von Dissoziativa gekennzeichnet. Zu den Dissoziativa gehören Ketamin und Phencyclidin sowie ihre (vergleichsweise seltenen) chemischen Analoga. Ketamin ist ein intravenöses Narkosemittel, das in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, insbesondere in Afrika, sowie in Notfallsituationen weit verbreitet ist. Ketamin wird auch für die Behandlung einiger psychischer Störungen (z. B. behandlungsresistente depressive Störungen) geprüft. Ketamin ist in vielen Ländern auch ein weit verbreitetes Arzneimittel für den nichtmedizinischen Gebrauch, das oral oder nasal eingenommen oder injiziert werden kann. Es erzeugt ein Gefühl der Euphorie, aber je nach Dosis sind aufkommende Halluzinationen und Dissoziation als unangenehme Nebenwirkungen bekannt. Phencyclidin ist weltweit weniger verbreitet und hat ebenfalls euphorisierende und dissoziative Wirkungen. Der Gebrauch von Phencyclidin kann zu bizarren Verhaltensweisen führen, die für die betreffende Person untypisch sind, einschließlich Selbstverletzungen. Die Abhängigkeit von Dissoziativa wird zwar beschrieben, aber ein Entzugssyndrom wird von den meisten Fachbehörden nicht anerkannt. Es werden mehrere durch Substanzen verursachte dissoziative psychische Störungen anerkannt.

Exclusions

9 subordinate codes

Nearby in Störungen durch Substanzgebrauch