Affektive Störung bedingt durch sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanzen
Definition
Eine affektive Störung bedingt durch sonstige näher bezeichnete psychoaktive Substanzen ist gekennzeichnet durch affektive Symptome (z. B. gedrückte oder gehobene Stimmung, vermindertes Engagement bei angenehmen Aktivitäten, erhöhtes oder vermindertes Energieniveau), die während oder kurz nach der Intoxikation mit einer näher bezeichneten psychoaktiven Substanz oder dem Entzug davon auftreten. Die Intensität oder Dauer der Symptome geht deutlich über die affektiven Symptome hinaus, die für eine Intoxikation mit oder einen Entzug von einer näher bezeichneten psychoaktiven Substanz charakteristisch sind. Die Menge und Dauer des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz müssen geeignet sein, affektive Symptome hervorzurufen. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine primäre psychische Störung (z. B. eine depressive Störung, eine bipolare Störung, eine schizoaffektive Störung) erklären, wie dies der Fall sein könnte, wenn die affektiven Symptome vor dem Beginn des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz auftraten, wenn die Symptome über einen erheblichen Zeitraum nach Beendigung des Gebrauchs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz oder des Entzugs der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz fortbestehen oder wenn es andere Hinweise auf eine bereits bestehende primäre psychische Störung mit affektiven Symptomen gibt (z. B. frühere Episoden, die nicht mit dem Gebrauch der näher bezeichneten psychoaktiven Substanz zusammenhängen).