Störung mit Vermeidung oder Einschränkung der Nahrungsaufnahme
Definition
Die Störung mit Vermeidung oder Einschränkung der Nahrungsaufnahme äußert sich durch: 1) die Aufnahme einer unzureichenden Menge oder Vielfalt an Nahrungsmitteln zur Deckung eines angemessenen Energie- oder Nährstoffbedarfs, die zu einem signifikanten Gewichtsverlust, klinisch bedeutsamen Ernährungsdefiziten, zur Abhängigkeit von oralen Nahrungsergänzungsmitteln oder Sondenernährung oder zu einer anderweitigen Beeinträchtigung der körperlichen Gesundheit der Person geführt hat; oder 2) eine bedeutende Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen (z. B. aufgrund der Vermeidung oder der Belastung im Zusammenhang mit der Teilnahme an sozialen Erfahrungen, die mit Essen verbunden sind). Das Essverhalten ist nicht durch die Beschäftigung mit dem Körpergewicht oder der Körperform motiviert. Die eingeschränkte Nahrungsaufnahme und ihre Auswirkungen auf das Gewicht, andere Gesundheitsaspekte oder die Funktionsfähigkeit sind nicht auf einen Mangel an Nahrungsmitteln zurückzuführen, sind nicht Ausdruck einer anderen Erkrankung (z. B. Nahrungsmittelallergien, Schilddrüsenüberfunktion) oder einer anderen psychischen Störung und sind nicht auf die direkten Auswirkungen einer Substanz oder eines Medikaments auf das zentrale Nervensystem einschließlich Entzugserscheinungen zurückzuführen.
Exclusions
- Anorexia nervosa
(6B80) - Ernährungsprobleme beim Neugeborenen
(KD32) - Ernährungsprobleme im Säuglings- und Kleinkindalter
(MG43.30)