Bulimia nervosa
Definition
Bulimia nervosa ist gekennzeichnet durch häufige, wiederkehrende Episoden von Essanfällen (z. B. einmal pro Woche oder öfter über einen Zeitraum von mindestens einem Monat). Eine Binge-Eating-Episode (Essanfall-Episode) ist ein bestimmter Zeitraum, in dem die betroffene Person subjektiv die Kontrolle über das Essen verliert, deutlich mehr oder anders isst als gewöhnlich und sich nicht in der Lage fühlt, mit dem Essen aufzuhören oder die Art oder Menge der verzehrten Nahrungsmittel zu begrenzen. Essanfälle werden von wiederholtem unangemessenen kompensatorischen Verhalten begleitet, die eine Gewichtszunahme verhindern sollen (z. B. selbst herbeigeführtes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln oder Einläufen, übermäßige körperliche Bewegung). Die Person beschäftigt sich übermäßig mit ihrer Körperform oder ihrem Gewicht, was die Selbstbewertung stark beeinflusst. Aufgrund der Essanfälle und des unangemessenen kompensatorischen Verhaltens besteht ein ausgeprägter Leidensdruck oder eine bedeutsame Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen. Die Person erfüllt nicht die diagnostischen Anforderungen der Anorexia nervosa.
Exclusions
- Binge-Eating-Störung
(6B82)