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EB40.2 category

Paraneoplastischer Pemphigus

Definition

Paraneoplastischer Pemphigus ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Autoantikörper mit normalen geschichteten Plattenepithelien und Übergangsepithelien reagieren. Die Autoantikörper richten sich gegen verschiedene Plakinmoleküle, nämlich Desmoplakin-1 (250 kD), Envoplakin (210 kD), Periplakin (190 kD), Plectin (500 kDa) und BP230/BPAg1 (230 kDa), die in den intrazellulären Anheftungsplaques von Desmosomen und Hemidesmosomen vorhanden sind; in einigen Fällen richten sie sich auch gegen Desmoglein 3 und 1, wie bei Pemphigus. Der paraneoplastische Pemphigus ist durch einen polymorphen Hautausschlag mit einer Mischung aus Erythem, lichenoiden Papeln, Zielläsionen, Blasen und Erosionen sowie einer schweren Schleimhautbeteiligung mit schmerzhaften, hartnäckigen oropharyngealen Erosionen und auch Bindehaut-, Nasen- und Genitalschleimhäuten gekennzeichnet. Die Diagnose wird durch die Histopathologie gestellt, die eine suprabasale Spaltbildung mit Akantholyse und Nekrose der Keratinozyten oder eine vakuoläre Interface-Dermatitis zeigt. Die direkte Immunfluoreszenz zeigt Immunglobulin und/oder Komplement an der Basalmembranzone und der Oberfläche der Epitheliozyten. Die indirekte Immunfluoreszenz ist bei Haut, Schleimhaut und Übergangsepithel (Blase) als Substrat positiv. Die häufigsten assoziierten malignen Erkrankungen sind lymphoproliferative B-Zell-Erkrankungen, insbesondere das Non-Hodgkin-Lymphom und die chronische lymphatische Leukämie, aber auch gutartige oder niedriggradige Neoplasien wie Thymome und die Castleman-Krankheit können auftreten. Die Krankheit verläuft in der Regel tödlich, entweder aufgrund von Komplikationen der Haut- und Schleimhautbeteiligung oder aufgrund von Atemwegserkrankungen.

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Paraneoplastischer Pemphigus

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