Idiopathische zentrale alveoläre Hypoventilation
Definition
Die idiopathische zentrale alveoläre Hypoventilation ist definiert als das Vorhandensein einer verminderten alveolären Ventilation, die zu einer schlafbezogener Hyperkapnie und Hypoxämie bei Personen mit angenommenen normalen mechanischen Eigenschaften der Lunge und der Atempumpe führt. Eine chronische Hypoventilation während des Schlafes kann auch ohne offensichtliche Beeinträchtigungen der Atmung, wie beispielsweise bei Erkrankungen der pulmonalen Atemwege oder des Lungenparenchyms, neurologischen oder neuromuskulären Anomalien, Anomalien der Brustwand, starkem Übergewicht, anderen schlafbezogenen Atmungsstörungen oder der Einnahme von atemdepressiven Medikamenten oder Substanzen, auftreten. Es wird angenommen, dass sowohl die diurnale als auch die nächtliche Hypoventilation in erster Linie auf eine gestörte Chemoresponsivität für Kohlendioxid (CO2) und Sauerstoff (O2) zurückzuführen ist. Die Patienten können über morgendliche Kopfschmerzen, Fatigue, neurokognitive Beeinträchtigungen und Schlafstörungen klagen oder auch völlig asymptomatisch sein. Hinweis: Eine definitive Diagnose erfordert einen objektiven Nachweis auf Basis der Polysomnographie mit Kohlendioxid(CO2)-Überwachung (durch arterielle, endtidale oder transkutane Messung).
Also indexed as
Nearby in Schlafbezogene Hypoventilation oder Hypoxämie-Störungen
7A42.0Obesitas-Hypoventilationssyndrom7A42.1Angeborene zentrale alveoläre schlafbezogene Hypoventilation7A42.2Nichtangeborene zentrale Hypoventilation mit hypothalamischen Anomalien7A42.4Schlafbezogene Hypoventilation durch Medikamente oder Substanzen7A42.5Schlafbezogene Hypoventilation durch medizinischen Zustand7A42.6Schlafbezogene Hypoxämie durch medizinischen Zustand7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet