Impulskontrollstörung durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen
Definition
Eine Impulskontrollstörung, die durch eine unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanz ausgelöst wird, ist gekennzeichnet durch anhaltend wiederholte Verhaltensweisen, bei denen es wiederholt nicht gelingt, einem Impuls, Antrieb oder Drang zu widerstehen, eine Handlung auszuführen, die zumindest kurzfristig für die Person lohnend ist, obwohl sie längerfristig entweder der Person selbst oder anderen schadet (z. B. Feuer legen oder Stehlen ohne erkennbares Motiv, repetitives Sexualverhalten, aggressive Ausbrüche), die sich während oder kurz nach einer Intoxikation mit oder einem Entzug von einer unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz entwickeln. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine primäre psychische Störung (z. B. eine Impulskontrollstörung, eine Störung aufgrund von Suchtverhalten) erklären, was der Fall sein könnte, wenn die Impulskontrollstörungen vor dem Beginn des Gebrauchs der unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz auftraten, wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum nach Beendigung des Gebrauchs oder des Entzugs der unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz fortbestehen oder wenn es andere Hinweise auf eine vorbestehende primäre psychische Störung mit Impulskontrollsymptomen gibt (z. B. eine Vorgeschichte früherer Episoden, die nicht mit dem Gebrauch der unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz in Zusammenhang stehen).
Also indexed as
Nearby in Bestimmte psychische oder Verhaltensstörungen bedingt durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen
6C4G.70Affektive Störung bedingt durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen6C4G.71Angststörung bedingt durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen6C4G.72Zwangsstörung oder verwandte Störungen durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen