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6C4G.72 category

Zwangsstörung oder verwandte Störungen durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen

Definition

Eine durch eine unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanz ausgelöste Zwangsstörung oder verwandte Störung ist gekennzeichnet durch entweder wiederkehrende aufdrängende Gedanken oder eine gedankliche Fixierung, die in der Regel mit Angst verbunden sind und typischerweise von wiederkehrenden Verhaltensweisen begleitet werden, die als Reaktion darauf ausgeführt werden, oder durch wiederkehrende und habituelle Handlungen, die sich auf das Integument richten (z. B. an den Haaren ziehen, Manipulation der Haut [skin-picking]) und während oder kurz nach der Intoxikation mit einer unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz oder deren Entzug auftreten. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine primäre psychische Störung (insbesondere eine Zwangsstörung oder eine damit zusammenhängende Störung) erklären, wie dies der Fall sein könnte, wenn die Symptome vor dem Beginn des Gebrauchs der unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz auftraten, wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum nach Beendigung des Gebrauchs oder des Entzugs der unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz fortbestehen oder wenn es andere Hinweise auf eine bereits bestehende primäre psychische Störung mit zwanghaften oder damit zusammenhängenden Symptomen gibt (z. B. eine Vorgeschichte früherer Episoden, die nicht mit dem Gebrauch der unbekannten oder nicht näher bezeichneten psychoaktiven Substanz in Zusammenhang stehen).

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Zwangsstörung oder verwandte Störungen durch unbekannte oder nicht näher bezeichnete psychoaktive Substanzen

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