Opioidintoxikation
Definition
Die Opioidintoxikation ist ein klinisch bedeutsamer vorübergehender Zustand, der sich während oder kurz nach dem Gebrauch von Opioiden entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen von Opioiden verursacht, und ihre Intensität hängt eng von der konsumierten Opioidmenge ab. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn die Opioide aus dem Körper ausgeschieden werden. Die Symptome können Schläfrigkeit, Stupor, Stimmungsschwankungen (z. B. Euphorie gefolgt von Apathie und Dysphorie), psychomotorische Verlangsamung, beeinträchtigtes Urteilsvermögen, Atemdepression, undeutliche Sprache sowie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen umfassen. Bei schwerer Intoxikation kann es zum Koma kommen. Ein charakteristisches körperliches Zeichen ist die Pupillenverengung, die jedoch bei Intoxikationen durch synthetische Opioide fehlen kann. Eine schwere Opioidintoxikation kann aufgrund von Atemdepression zum Tod führen.
Exclusions
- Besessenheits-Trance-Störung
(6B63) - Opioidvergiftung
(NE60) - Oxycodonvergiftung
(NE60) - Vergiftung durch Fentanyl
(NE60)
Also indexed as
Nearby in Störungen durch Opioide
6C43.0Episode des schädlichen Gebrauchs von Opioiden6C43.1Schädliches Muster des Gebrauchs von Opioiden6C43.2Opioidabhängigkeit6C43.4Opioidentzug6C43.5Delir durch Opioide6C43.6Psychotische Störung durch Opioide6C43.7Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch Opioide7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen