Opioidentzug
Definition
Opioidentzug ist ein klinisch bedeutsamer Komplex von Symptomen, Verhaltensweisen und/oder physiologischen Merkmalen, die in Schweregrad und Dauer variieren und nach Beendigung oder Reduzierung des Opioidgebrauchs bei Personen auftreten, die eine Opioidabhängigkeit entwickelt oder Opioide über einen längeren Zeitraum oder in großen Mengen gebraucht haben. Ein Opioidentzug kann auch auftreten, wenn verschriebene Opioide in therapeutischen Standarddosen eingenommen wurden. Zu den Symptomen eines Opioidentzugs gehören dysphorische Stimmung, Verlangen nach einem Opioid, Angstzustände, Übelkeit oder Erbrechen, Bauchkrämpfe, Muskelschmerzen, Gähnen, Schwitzen, Hitzewallungen und Erfrierungen, Tränenfluss, Rhinorrhoe, Hypersomnie (typischerweise in der Anfangsphase) oder Schlaflosigkeit, Durchfall, Piloerektion und Pupillenerweiterung.
Also indexed as
Nearby in Störungen durch Opioide
6C43.0Episode des schädlichen Gebrauchs von Opioiden6C43.1Schädliches Muster des Gebrauchs von Opioiden6C43.2Opioidabhängigkeit6C43.3Opioidintoxikation6C43.5Delir durch Opioide6C43.6Psychotische Störung durch Opioide6C43.7Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch Opioide7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen