Nikotinintoxikation
Definition
Die Nikotinintoxikation ist ein klinisch bedeutsames, vorübergehendes Krankheitsbild, das sich während oder kurz nach dem Nikotingebrauch entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen von Nikotin verursacht, und ihre Intensität hängt eng mit der konsumierten Nikotinmenge zusammen. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn das Nikotin aus dem Körper ausgeschieden wird. Die Symptome können Unruhe, psychomotorische Unruhe, Angst, kalter Schweiß, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Parästhesien, Übelkeit oder Erbrechen, Bauchkrämpfe, Verwirrung, bizarre Träume, Brennen im Mund und Speichelfluss umfassen. In seltenen Fällen können paranoide Gedanken, Wahrnehmungsstörungen, Krämpfe oder Koma auftreten. Nikotinintoxikationen treten häufiger bei naiven (nicht toleranten) Konsumenten oder bei Personen auf, die höhere als die gewohnten Dosen einnehmen.
Inclusions
- "Bad trips" durch Nikotin