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6C49.3 category

Halluzinogenintoxikation

Definition

Die Halluzinogenintoxikation ist ein klinisch bedeutsames, vorübergehendes Krankheitsbild, das sich während oder kurz nach dem Gebrauch von Halluzinogenen entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen von Halluzinogenen verursacht, und ihre Intensität steht in engem Zusammenhang mit der konsumierten Menge an Halluzinogenen. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn das Halluzinogen aus dem Körper ausgeschieden ist. Zu den auftretenden Symptomen gehören Halluzinationen, Illusionen, Wahrnehmungsveränderungen wie Depersonalisation, Derealisation oder Synästhesien (Verschmelzung von Sinnen, z. B. ein visueller Reiz, der einen Geruch hervorruft), Angstzustände, depressive oder dysphorische Stimmung, Beziehungsideen, paranoide Gedanken, beeinträchtigtes Urteilsvermögen, Herzklopfen, Schweißausbrüche, verschwommenes Sehen, Zittern und Koordinationsstörungen. Zu den körperlichen Anzeichen können Tachykardie, erhöhter Blutdruck und Pupillenerweiterung gehören. In seltenen Fällen kann eine Halluzinogenintoxikation Suizidgedanken und suizidales Verhalten begünstigen.

Exclusions

Also indexed as

"Bad Trip" durch Halluzinogene"Horrortrip" durch HalluzinogeneAkute HalluzinogenintoxikationAkute Intoxikation durch HalluzinogeneHalluzinogenintoxikationReaktion auf LSD [Lysergsäurediäthylamid]

Nearby in Störungen durch Halluzinogene