Halluzinogenintoxikation
Definition
Die Halluzinogenintoxikation ist ein klinisch bedeutsames, vorübergehendes Krankheitsbild, das sich während oder kurz nach dem Gebrauch von Halluzinogenen entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen von Halluzinogenen verursacht, und ihre Intensität steht in engem Zusammenhang mit der konsumierten Menge an Halluzinogenen. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn das Halluzinogen aus dem Körper ausgeschieden ist. Zu den auftretenden Symptomen gehören Halluzinationen, Illusionen, Wahrnehmungsveränderungen wie Depersonalisation, Derealisation oder Synästhesien (Verschmelzung von Sinnen, z. B. ein visueller Reiz, der einen Geruch hervorruft), Angstzustände, depressive oder dysphorische Stimmung, Beziehungsideen, paranoide Gedanken, beeinträchtigtes Urteilsvermögen, Herzklopfen, Schweißausbrüche, verschwommenes Sehen, Zittern und Koordinationsstörungen. Zu den körperlichen Anzeichen können Tachykardie, erhöhter Blutdruck und Pupillenerweiterung gehören. In seltenen Fällen kann eine Halluzinogenintoxikation Suizidgedanken und suizidales Verhalten begünstigen.
Exclusions
- Besessenheits-Trance-Störung
(6B63) - Halluzinogenvergiftung
(NE60)
Also indexed as
Nearby in Störungen durch Halluzinogene
6C49.0Episode des schädlichen Gebrauchs von Halluzinogenen6C49.1Schädliches Muster des Gebrauchs von Halluzinogenen6C49.2Halluzinogenabhängigkeit6C49.4Halluzinogeninduziertes Delir6C49.5Psychotische Störung durch Halluzinogene6C49.6Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch Halluzinogene7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet