Zwangsstörung oder verwandte Störungen durch Kokain
Definition
Eine Zwangsstörung oder verwandte Störungen durch Kokain oder eine damit zusammenhängende Störung ist entweder durch wiederkehrende aufdrängende Gedanken oder die gedankliche Fixierung gekennzeichnet, die in der Regel mit Angst verbunden sind und typischerweise von wiederkehrenden Verhaltensweisen begleitet werden, die als Reaktion darauf ausgeführt werden, oder durch wiederkehrende und habituelle Handlungen, die sich auf die Haut beziehen (z. B. an den Haaren ziehen, Manipulation der Haut [skin-picking]) und während oder kurz nach einer Kokainintoxikation oder einem Kokainentzug auftreten. Die Intensität oder Dauer der Symptome liegt deutlich über den analogen Störungen, die für eine Kokainintoxikation oder einen Kokainentzug charakteristisch sind. Die Menge und Dauer des Kokaingebrauchs muss ausreichend sein, zwanghafte oder verwandte Symptome hervorzurufen. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine primäre psychische Störung (insbesondere eine Zwangsstörung oder eine damit zusammenhängende Störung) erklären, was der Fall sein könnte, wenn die Symptome vor dem Beginn des Kokaingebrauchs auftraten, wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum nach Beendigung des Kokaingebrauchs oder -entzugs fortbestehen oder wenn es andere Anzeichen für eine bereits bestehende primäre psychische Störung mit zwanghaften oder damit zusammenhängenden Symptomen gibt (z. B. eine Vorgeschichte früherer Episoden, die nicht mit dem Kokaingebrauch zusammenhängen).