Alkoholentzug
Definition
Der Alkoholentzug ist ein klinisch bedeutsamer Komplex von Symptomen, Verhaltensweisen und/oder physiologischen Merkmalen, die in Schweregrad und Dauer variieren und nach Beendigung oder Reduzierung des Alkoholgebrauchs bei Personen auftreten, die eine Alkoholabhängigkeit entwickelt haben oder über einen längeren Zeitraum oder in großen Mengen Alkohol konsumiert haben. Zu den Symptomen des Alkoholentzugs können verstärkte autonome Aktivität (z. B. Tachykardie, Bluthochdruck, Schwitzen), verstärktes Zittern der Hände, Übelkeit, Würgen oder Erbrechen, Schlaflosigkeit, Angstzustände, psychomotorische Unruhe, depressive oder dysphorische Stimmung, vorübergehende visuelle, taktile oder auditive Illusionen oder Halluzinationen und Ablenkbarkeit gehören. Seltener wird der Entzug durch generalisierte tonisch-klonische epileptische Anfälle kompliziert. Der Entzug kann in eine sehr schwere Form des Delirs übergehen, die durch Verwirrtheit und Desorientiertheit, Wahnsymptome und anhaltende visuelle, taktile oder auditive Halluzinationen gekennzeichnet ist. In solchen Fällen sollte auch die separate Diagnose eines alkoholinduzierten Delirs gestellt werden.
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Nearby in Störungen durch Alkohol
6C40.0Episode des schädlichen Gebrauchs von Alkohol6C40.1Schädliches Muster des Gebrauchs von Alkohol6C40.2Alkoholabhängigkeit6C40.3Alkoholintoxikation6C40.5Alkoholinduziertes Delir6C40.6Psychotische Störung durch Alkohol6C40.7Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch Alkohol7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen