Hypervitaminose D
Definition
Die Hypervitaminose D folgt der übermäßigen Einnahme von Vitamin D. Sie kann bei langfristig hoher Einnahme oder bei einer beträchtlichen, akuten Einnahme auftreten. Zu hohe Mengen führen zu ungewöhnlich hohen Kalzium- und Phosphatkonzentrationen im Serum. Die Anzeichen und Symptome einer Vitamin-D-Intoxikation sind sekundär bei Hyperkalzämie. Zu den gastrointestinalen Manifestationen gehören Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen und Pankreatitis. Mögliche kardiale Befunde sind Hypertonie, verkürztes QT-Intervall und Arrhythmien. Zu den Auswirkungen einer Hyperkalzämie auf das zentrale Nervensystem gehören Lethargie, Hypotonie, Verwirrtheit, Desorientierung, Depression, Psychose, Halluzinationen und Koma. Hyperkalzämie beeinträchtigt die Konzentrationsmechanismen der Nieren, was zu Polyurie, Dehydrierung und Hypernatriämie führen kann. Hyperkalzämie kann auch zu akutem Nierenversagen, Nephrolithiasis und Nephrokalzinose führen, was eine chronische Niereninsuffizienz zur Folge haben kann. Todesfälle sind gewöhnlich mit Arrhythmien oder Dehydrierung verbunden.