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LD24.03 category

Diastrophische Dysplasie

Definition

Diastrophischer Zwergwuchs ist eine seltene Erkrankung, die durch Kleinwuchs mit kurzen Gliedmaßen (Endgröße im Erwachsenenalter 120 cm +/- 10 cm) und Gelenkfehlbildungen gekennzeichnet ist, die zu multiplen Gelenkkontrakturen führen (vor allem an Schultern, Ellenbogen, Interphalangealgelenken und Hüften). Die Prävalenz wird auf 1-1,3/100.000 geschätzt. Die Störung betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Bei der Geburt weisen die Säuglinge einen beidseitigen Klumpfuß, eine Deformation der kurzen Handgelenke und abduzierte Daumen auf. Gaumenspalten und Unterkieferhypoplasie sind ebenfalls häufige Befunde. In den ersten Lebensmonaten treten Zysten an der Ohrmuschel auf. Das Wachstum ist langsam und die Skoliose ist häufig und entwickelt sich progressiv. Die Gelenkverformungen sind schwerwiegend und können entweder zu einer Einschränkung der Gelenkbewegung oder zu einer Hyperlaxie führen. Der Schweregrad der klinischen Manifestationen ist variabel und reicht von sehr schweren bis zu mittelschweren Formen, die unter Umständen erst sehr spät diagnostiziert werden. Das Syndrom wird autosomal rezessiv vererbt und durch Mutationen im SLC26A2-Gen (oder Diastrophic Dysplasia Sulfate Transporter; DTDST) (5q31-q34) verursacht, das für einen Sulfattransporter kodiert, der vorwiegend im Knorpel exprimiert wird. Mutationen in diesem Gen wurden bei einer moderaten Form der epiphysären Dysplasie und bei mehreren tödlichen Erkrankungen wie der Achondrogenese Typ 1b und der Atelosteogenese Typ 2 festgestellt (siehe diese Begriffe). Die Diagnose wird anhand der radiologischen Befunde gestellt: kurze und dicke Röhrenknochen, breite Metaphysen, kurze und oval geformte erste Mittelhandknochen, Subluxation des Daumens (Anhalterdaumen) und Subluxation der Halswirbelsäule. Eine pränatale Diagnose kann auf der Grundlage von Ultraschallbefunden (Klumpfuß und kurze Gliedmaßen) vermutet werden. Die Behandlung sollte eine sorgfältige Überwachung und eventuelle Korrektur der fortschreitenden Skoliose sowie eine chirurgische Korrektur der Gelenkfehlbildungen umfassen. Wenn keine schwerwiegenden Komplikationen (Rückenmarkskompression) im Zusammenhang mit Wirbelsäulenfehlbildungen auftreten, ist die Lebenserwartung gut, aber der Kleinwuchs und die Deformität sind meist schwerwiegend.

Also indexed as

Atelosteogenesis Typ 2Diastrophische DysplasieDiastrophischer KleinwuchsDysplasie Typ De-la-Chapelle

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