Diabetische Kardiomyopathie
Definition
Unter diabetischer Kardiomyopathie versteht man das Vorliegen einer myokardialen Dysfunktion bei Fehlen einer offenkundigen klinischen koronaren Herzkrankheit, einem Herzklappenfehler und anderer konventioneller kardiovaskulärer Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Dyslipidämie. Sie ist anfänglich durch Myokardfibrose, dysfunktionelle Remodellierung und diastolische Dysfunktion gekennzeichnet, die sich zu systolischer Dysfunktion und Herzinsuffizienz weiterentwickeln. Zusätzliche Informationen: Die Entwicklung und das Fortschreiten der diabetischen Kardiomyopathie wurde mit einer gestörten Stoffwechselsignalisierung des Herzinsulins, einer Zunahme des oxidativen Stresses, einer verminderten Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid, kollagenbasierten Kardiomyozyten und einer Steifheit der extrazellulären Matrix in Verbindung gebracht. Des Weiteren beteiligt sein können die mitochondriale und kardiomyozytäre Kalziumbehandlung, Entzündungen, Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, autonome Neuropathie des Herzens, Stress des endoplasmatischen Retikulums, mikrovaskuläre Dysfunktion und eine Unzahl kardialer Stoffwechselanomalien.
Coding note
Vergeben Sie immer einen Zusatzkode für Diabetes mellitus.
Also indexed as
Nearby in Kardiomyopathie
BC43.0Dilatative KardiomyopathieBC43.1Hypertrophische KardiomyopathieBC43.2Restriktive KardiomyopathieBC43.3Endokardiale FibroelastoseBC43.4Kardiomyopathie durch Arzneimittel oder sonstige exogene SubstanzenBC43.5Stressinduzierte KardiomyopathieBC43.6Arrhythmogene ventrikuläre Kardiomyopathie7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen