REM-Schlaf-Verhaltensstörung
Definition
Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung ist durch wiederholte Episoden schlafbezogener Vokalisation oder komplexer motorischer Verhaltensweisen gekennzeichnet, die entweder polysomnographisch dokumentiert während des REM (Rapid Eye Movement)-Schlafs auftreten oder von denen angenommen wird, dass sie während des REM-Schlafs aufgrund einer klinischen Anamnese von Trauminszenierungen auftreten. Polysomnographische Aufzeichnungen (wenn durchgeführt) zeigen REM-Schlaf ohne Atonie. Die Störung kann als isolierte, idiopathische Form auftreten, ist aber häufig mit latenten oder manifesten Erkrankungen des Nervensystems, insbesondere alpha-Synukleinopathien, verbunden. Hinweis: Eine vorläufige Diagnose kann aus klinischen Gründen gestellt werden, eine endgültige Diagnose erfordert jedoch den polysomnographischen Nachweis von REM-Schlaf ohne Atonie.