Koffeinintoxikation
Definition
Die Koffeinintoxikation ist ein klinisch bedeutsamer vorübergehender Zustand, der sich während oder kurz nach dem Gebrauch von Koffein entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen von Koffein verursacht und ihre Intensität steht in engem Zusammenhang mit der konsumierten Koffeinmenge. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn das Koffein aus dem Körper ausgeschieden wird. Die Symptome können Unruhe, Angst, Erregung, Schlaflosigkeit, Gesichtsrötung, Tachykardie, Diurese, gastrointestinale Störungen, Muskelzuckungen, psychomotorische Unruhe, Schwitzen oder Schüttelfrost sowie Übelkeit oder Erbrechen sein. Es können Herzrhythmusstörungen auftreten. Intoxikationstypische Störungen treten eher bei relativ hohen Dosen auf (z. B. > 1 g pro Tag). Sehr hohe Koffeindosen (z. B. > 5 g) können zu Atemnot oder Krampfanfällen führen und tödlich sein.
Also indexed as
Nearby in Störungen durch Koffein
6C48.0Episode des schädlichen Gebrauchs von Koffein6C48.1Schädliches Muster des Gebrauchs von Koffein6C48.3Koffeinentzug6C48.4Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch Koffein7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet