Intoxikation durch synthetische Cannabinoide
Definition
Die Intoxikation durch synthetische Cannabinoide ist ein klinisch bedeutsamer vorübergehender Zustand, der sich während oder kurz nach dem Gebrauch synthetischer Cannabinoide entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen synthetischer Cannabinoide verursacht, und ihre Intensität steht in engem Zusammenhang mit der konsumierten Menge an synthetischem Cannabinoid. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn das synthetische Cannabinoid aus dem Körper ausgeschieden wird. Zu den auftretenden Merkmalen gehören unangemessene Euphorie, Aufmerksamkeitsstörungen, Beeinträchtigung des Urteilsvermögens, Wahrnehmungsveränderungen (z. B. Schwebegefühl, veränderte Zeitwahrnehmung), veränderte Kontaktfreudigkeit, gesteigerter Appetit, Angstzustände, Intensivierung gewöhnlicher Erfahrungen, Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und Trägheit. Zu den körperlichen Anzeichen gehören konjunktivale Injektionen (rote oder blutunterlaufene Augen) und Tachykardie. Eine Intoxikation mit synthetischen Cannabinoiden kann auch zu einem Delir oder einer akuten Psychose führen.
Also indexed as
Nearby in Störungen durch synthetische Cannabinoide
6C42.0Episode des schädlichen Gebrauchs von synthetischen Cannabinoiden6C42.1Schädliches Muster des Gebrauchs von synthetischen Cannabinoiden6C42.2Abhängigkeit von synthetischen Cannabinoiden6C42.4Entzug von synthetischen Cannabinoiden6C42.5Delir durch synthetische Cannabinoide6C42.6Psychotische Störung durch synthetische Cannabinoide6C42.7Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch synthetische Cannabinoide7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen