Cannabisintoxikation
Definition
Eine Cannabisintoxikation ist ein klinisch bedeutsamer vorübergehender Zustand, der sich während oder kurz nach dem Gebrauch von Cannabis entwickelt und durch Störungen des Bewusstseins, der Kognition, der Wahrnehmung, des Affekts, des Verhaltens oder der Koordination gekennzeichnet ist. Diese Störungen werden durch die bekannten pharmakologischen Wirkungen von Cannabis verursacht, und ihre Intensität hängt eng mit der konsumierten Cannabismenge zusammen. Sie sind zeitlich begrenzt und klingen ab, wenn das Cannabis aus dem Körper ausgeschieden wird. Zu den auftretenden Merkmalen gehören unangemessene Euphorie, Aufmerksamkeitsstörungen, Beeinträchtigung des Urteilsvermögens, Wahrnehmungsveränderungen (z. B. Schwebegefühl, veränderte Zeitwahrnehmung), veränderte Kontaktfreudigkeit, gesteigerter Appetit, Angstzustände, Intensivierung gewöhnlicher Erfahrungen, Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und Trägheit. Zu den körperlichen Anzeichen gehören konjunktivale Injektionen (rote oder blutunterlaufene Augen) und Tachykardie.
Inclusions
- "Bad Trips" durch Cannabinoide
Exclusions
- Besessenheits-Trance-Störung
(6B63) - Cannabinoidvergiftung
(NE60)
Also indexed as
Nearby in Störungen durch Cannabis
6C41.0Episode des schädlichen Gebrauchs von Cannabis6C41.1Schädliches Muster des Gebrauchs von Cannabis6C41.2Abhängigkeit von Cannabis6C41.4Cannabisentzug6C41.5Cannabisinduziertes Delir6C41.6Psychotische Störung durch Cannabis6C41.7Bestimmte näher bezeichnete psychische oder Verhaltensstörungen durch Cannabis7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen