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1D61.2 category

Lassafieber

Definition

Eine Krankheit, die in einigen Gebieten im subsaharischen Westafrika endemisch ist und durch eine Infektion mit dem Lassa-Virus verursacht wird. Die Infektion verläuft in den meisten Fällen mild oder asymptomatisch, kann aber auch schwere Erkrankungen oder den Tod verursachen. Bei symptomatischem Verlauf beginnt die Krankheit in der Regel allmählich mit Fieber, allgemeiner Schwäche, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Nach einigen Tagen können Halsschmerzen, Muskelschmerzen, Brustschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Husten und Bauchschmerzen folgen. Bei schweren Fällen können im weiteren Verlauf der Krankheit Schwellungen im Gesicht, Flüssigkeit in den Lungenhöhlen, Blutungen aus Mund, Nase, Vagina oder dem Magen-Darm-Trakt und niedriger Blutdruck auftreten. In späteren Stadien können Schock, Krampfanfälle, Zittern, Orientierungslosigkeit und Koma auftreten. Etwa 15 % der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, sterben an Lassa-Fieber. In tödlichen Fällen tritt der Tod in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach Auftreten der Symptome ein. Während der Schwangerschaft kann Lassa-Fieber eine hohe Mütter- und Fötalsterblichkeit verursachen, insbesondere in der Spätschwangerschaft. Im dritten Trimester können die Sterblichkeitsraten bei Föten und Müttern 80 % bzw. 30 % übersteigen. Bei einigen Patienten wurde eine verlängerte Rekonvaleszenz dokumentiert, die manchmal zu Folgeerkrankungen führt. Es wurde über plötzlichen Hörverlust mit unterschiedlicher Inzidenz und bei bis zu 25 % der genesenen Patienten berichtet, sowohl während der akuten Erkrankung als auch nach der Genesung. In den meisten Fällen ist der Hörverlust dauerhaft. In geringerem Umfang wurden auch andere Folgeerscheinungen wie neurologische Symptome, Sehstörungen, Gelenkschmerzen, vorübergehender Haarausfall und psychische Störungen gemeldet. Die Inkubationszeit des Lassa-Fiebers beträgt 2–21 Tage. Die Übertragung erfolgt entweder durch den Kontakt mit Lebensmitteln oder Haushaltsgegenständen, die mit Urin oder Kot infizierter Mastomys-Ratten verunreinigt sind, oder direkt durch den Kontakt mit infizierten Ratten. In weitaus geringerem Umfang kann sich das Lassa-Virus auch durch direkten Kontakt mit Blut, Urin, Kot oder anderen Körpersekreten einer mit Lassa-Fieber infizierten Person von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kann vor allem im Gesundheitswesen auftreten, wo das Virus auch durch kontaminierte medizinische Geräte, wie z. B. wiederverwendete Nadeln, übertragen werden kann. Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis des Lassa-Virus in Blutproben mittels molekularer oder serologischer Methoden.

Also indexed as

Enzephalitis durch LassavirusLF [Lassafieber]LassafieberMeningitis durch Lassa-Virus

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