Krankheiten durch Hantaviren
Definition
Eine akute zoonotische, virale Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch einen akuten Beginn mit Fieber, influenzaähnlichen Symptomen (z. B. Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, trockener Husten), gastrointestinalen Symptomen (z. B. diffuse Bauchschmerzen, Erbrechen, Diarrhoe), vorübergehenden Sehstörungen (akute Myopie), Schmerzen im unteren Rücken durch Nierenschwellung, hämorrhagische Manifestationen unterschiedlichen Ausmaßes, manchmal gefolgt von sich rasch entwickelnder Dyspnoe durch ein nichtkardiogenes akutes Lungenödem und/oder einer Nierenbeteiligung. Letztere ist gekennzeichnet durch eine initiale, oft massive Proteinurie und Mikrohämaturie, gelegentlich begleitet von einer vorübergehenden Einschränkung der Nierenfunktion. Alle Hantavirus-Infektionen kündigen sich durch eine vorübergehende Thrombozytopenie in unterschiedlichem Ausmaß an, welche als Indikator für den klinischen Schweregrad fungieren kann.