Episodisches vestibuläres Syndrom
Definition
Ein klinisches Syndrom von vorübergehendem Schwindel, Benommenheit oder Unruhe, das Sekunden bis Stunden, gelegentlich auch Tage anhält und im Allgemeinen Merkmale aufweist, die auf eine vorübergehende, kurzzeitige Funktionsstörung des Gleichgewichtssystems hindeuten (z. B. Übelkeit, Nystagmus, plötzliche Stürze). Es können auch Symptome oder Anzeichen auftreten, die auf eine Funktionsstörung des Cochlea- oder Zentralnervensystems hindeuten. Episodisches vestibuläres Syndrom bedeutet in der Regel multiple, wiederkehrende Ereignisse, die durch eine episodische Störung mit wiederholten Anfällen (ausgelöst oder spontan) verursacht werden, kann aber auch erst nach dem ersten Ereignis auftreten. Zu den typischen Erkrankungen, bei denen dieses Syndrom auftritt, gehören benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, die Menière-Krankheit, vestibuläre Migräne, Panikattacken, Hypoglykämie und transitorische ischämische Attacken, die zentrale oder periphere vestibuläre Strukturen betreffen.
10 subordinate codes
AB31.0Menière-KrankheitAB31.1Vestibulare MigräneAB31.2Benigner paroxysmaler LagerungsschwindelAB31.3Bogengangsdehiszenz-SyndromAB31.4Mal-de-Débarquement-SyndromAB31.5Autoimmune InnenohrerkrankungAB31.6Vestibulare ParoxysmieAB31.7Schwindelsyndrome7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet