Chronisches vestibulares Syndrom
Definition
Ein klinisches Syndrom von chronischem Schwindel, Benommenheit oder Unruhe, das Monate bis Jahre andauert und im Allgemeinen Merkmale aufweist, die auf eine anhaltende Dysfunktion des vestibulären Systems hindeuten (z. B. Oszillopsie, Nystagmus, Gangunsicherheit). Es können auch Symptome oder Anzeichen auftreten, die auf eine Funktionsstörung des Cochlea- oder Zentralnervensystems hindeuten. Das chronische vestibuläre Syndrom steht häufig für einen fortschreitenden, sich verschlechternden Verlauf, manchmal aber auch für eine stabile, unvollständige Erholung nach einem akuten vestibulären Ereignis oder für persistierende, anhaltende Symptome zwischen episodischen vestibulären Ereignissen. Zu den typischen Erkrankungen, bei denen dieses Syndrom auftritt, gehören schlecht kompensierte unilaterale Vestibulopathie, chronische bilaterale Vestibulopathie, Kleinhirndegeneration, Neubildungen der hinteren Schädelgrube und chronische psychologische oder verhaltensbedingte Erkrankungen mit ausgeprägten vestibulären Symptomen.
8 subordinate codes
AB32.0Phobischer SchwankschwindelAB32.1Chronische unilaterale idiopathische VestibulopathieAB32.2Anhaltende unilaterale Vestibulopathie nach Neuropathia vestibularisAB32.3Unilaterale Vestibulopathie durch SchwannomAB32.4Unilaterale Vestibulopathie nach medizinischem EingriffAB32.5Chronische bilaterale Vestibulopathie7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet