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9B71.5 category

Autoimmun-Retinopathie

Definition

Autoimmun-Retinopathien sind immunvermittelte entzündliche Erkrankungen der Netzhaut, die sich von paraneoplastischen Retinopathien durch die fehlende Assoziation mit Krebs unterscheiden. Die Patienten präsentieren sich mit einem fortschreitenden Sehverlust, wobei Funktionsstörungen der Stäbchen (gestörte Dunkeladaption und periphere Sehprobleme) und der Zapfen (Sehschärfe, Farbstörungen, Lichtempfindlichkeit und Blendung) auftreten können. Die Symptome sind oft schlimmer als die klinischen Zeichen bei der Fundoskopie. Multiple antiretinale Autoantikörper (z. B. anti-Recoverin-Antikörper) sind beschrieben, obwohl ihre Bedeutung unklar ist. Die Autoimmun-Retinopathie ist eine Ausschlussdiagnose und andere Ursachen der Retinopathie müssen ausgeschlossen werden, während die mögliche Rolle der Immuntherapie ungewiss bleibt. Zu den assoziierten neuralen Autoantikörpern gehören: anti-Recoverin-Autoantikörper; alpha-Enolase-Autoantikörper; anti-Transducin-Autoantikörper.

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