ICD·index Chapters ENESDE
8A45.00 category

Myelopathie assoziiert mit humanem T-lymphotropem Virus

Definition

Die meisten mit HTMV-1 infizierten Personen sind asymptomatische Träger, etwa 2-5 % entwickeln eine chronische Enzephalomyelopathie oder eine HTLV-1-assoziierte Myelopathie/tropische spastische Paraparese (HAM/TSP). Die Rolle von HTLV-2 bei der Entwicklung von neurologischen Störungen ist weniger klar. HTLV-2 ist jedoch offenbar die Ursache für eine Erkrankung, die klinisch der HAM/TSP ähnelt. Die Myelopathie tritt vor allem bei Menschen auf, die in Gebieten leben oder aus solchen stammen, in denen HTLV-1 endemisch ist, insbesondere auf den Westindischen Inseln und in Japan, aber auch aus anderen Ländern wurden sporadische Fälle gemeldet. HTLV-2 ist in vielen indianischen Bevölkerungsgruppen endemisch und bei injizierenden Drogenkonsumenten weltweit epidemisch. Klinisch äußert sich die HTLV-1-assoziierte Myelopathie durch eine langsam fortschreitende spastische Paraparese, neurogene Blasenstörungen und weniger auffällige sensorische Symptome. Es handelt sich um eine Erkrankung mit langsamem Beginn und chronischem, stetigem Verlauf. Zu den weniger häufigen neurologischen Befunden gehören zerebellare Anzeichen, Optikusatrophie, Taubheit, Nystagmus und andere Hirnnervendefizite. Die Laboruntersuchungen umfassen das Vorhandensein von HTLV-1-Antikörpern oder -Antigenen im Blut und in der Liquorflüssigkeit (CSF). Der Liquor kann eine leichte Lymphozytenpleozytose, einen leichten bis mäßigen Anstieg der Proteine im Liquor, lobulierte Lymphozyten im Blut und/oder Liquor und, wenn möglich, eine Virusisolierung aus Blut und/oder Liquor aufweisen.

Also indexed as

HTLV [Human T-lymphotropic virus]-assoziierte MyelopathieMyelopathie assoziiert mit humanem T-lymphotropem VirusTropische spastische ParapareseTropische spastische Paraplegie

Nearby in Störungen der weißen Substanz durch Infektionen